Bild aus Die WelleBild aus König ÖdipusBild aus König ÖdipusBild aus Der nackte WahnsinnBild aus Peer GyntBild aus Peer GyntBild aus Hair (1993)Bild aus Orpheus in der UnterweltBild aus Emil und die DetektiveBild aus Emil und die DetektiveBild aus König ÖdipusBild aus FameBild aus Die Rocky Horror ShowBild aus Frühlings ErwachenBild aus König ÖdipusBild aus Peer GyntBild aus König ÖdipusBild aus Peer GyntBild aus Bang Bang, You are deadBild aus König KeksBild aus FameBild aus Emil und die DetektiveBild aus Jesus Christ SuperstarBild aus König ÖdipusBild aus Frühlings ErwachenBild aus Das KontingentBild aus Pinkelstadt - Das MusicalBild aus König ÖdipusBild aus König ÖdipusBild aus Die Rocky Horror Show

Fiesta oder Ferdinand der Stier

Der Chor stellt sich vor als Erzähler, Kommentator und Spieler. Zunächst bildet er die Herde junger Stiere, in der Ferdinand ein Außenseiterdasein fristet.

Er mag nicht kämpfen, glaubt auch weder dem Urahn noch seinen Eltern noch der Herde, daß Kämpfen nötig sei. Stattdessen ärgert er die anderen mit griffigen Merk- sprüchen und geistreichen Wortwitzen. Selbst der Pädagoge wird seiner nicht Herr, flotte Kampflieder langweilen Ferdinand nur.

Er wird aus der Herde ausgeschlossen und überläßt sich seinen Träumen, erfreut sich an den bunten, duftenden Blumen. Eines Tages werden die potentiellen Kampf- stiere gemustert. Die ganze Herde fällt durch und singt das Lied von der nunmehr ihrer harrenden Fleischfabrik.

Unterdessen hat sich eine Wespe dort wieder- gelassen, wo man singt. Ferdinand kommt des Wegs und setzt sich gedankenverloren auf das Insekt. Ein Stich in den Po ist die Folge und der friedliche Stier tobt und rast schmerzerfüllt über den Platz. Prompt wird er als Kampfstier entdeckt und in die Stadt gebracht. Eine Menschenansammlung wartet gespannt auf einen tollen Stierkampf.

Ferdinand ist jedoch längst wieder friedlich und läßt sich durch die Banderilleros nicht reizen.

Er legt sich nieder und läßt sich den Duft der vielen Blumen, die die Damen tragen, durch die Nase wehen. Er wird als untauglich nach Hause zurück gejagt. Dort freuen sich die Blumen auf ihren Verehrer. Doch diese Lösung der Geschichte ist nicht un- umstritten: Hippies und Pazifisten werden be- schimpft.

Ferdinand versöhnt die Streithähne, die daraufhin einen Choral singen. Das wiederum ist dem Ferdinand zu harmonisch: "Solchen Einklang gibt es nur im Theater, nie im Leben!"